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August 2015

„Leaf“ 2015


Entstanden im Stahlpark Riedersbach ( OÖ)

Erste Präsention am 28. August 2015 bei der Ausstellungseröffnung des Stahlsymposium.

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„Pattern“ 2019

Projekt in Arbeit 2019,
je Element 50x50x5 cm
Fliesenmuster mit spannendem Rapport
das unsere Sehgewohnheit auf die Probe stellt.


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Präsentation auf der Art Bodensee 2019, Dornbirn (A).

„Interventionen“ 2012

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INTERVENTIONEN

Ausstellung in der Roten Villa,
Feldkirch (Vbg.)

10. November bis 2. Dezember 2012

 

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Einladungskarte

Eröffnungsrede von Rupert Tiefenthaler

gehalten am 9. November 2012.

Oliver Bischof ist Bildhauer. Er schafft Skulpturen. Er arbeitet mit dem Raum. Das Vertrackte dabei ist: für ihn ist der Raum selbst als Skulptur zu verstehen. Die Ausstellung „Interventionen“ thematisiert das Raumverständnis und hinterfragt es. Süffisant stellt sich der Künstler die Frage „wer stört?“. Die Skulptur, die zu gross für den Raum ist? Der Betrachter, der als Körper selbst kaum Platz findet im Ausstellungsraum? Der Raum, der nicht Platz machen will und der damit seiner ureigensten Funktion nicht nachkommt?

Mathematik ist für Oliver Bischof ein wesentlicher Bestandteil für das Raumverständnis. Raum muss sich berechnen lassen. Der Künstler kennt die Raumtheorien, angefangen von Platons Körperlehre. Er setzt sie eindrucksvoll in Szene. Aus zwölf Fünfecken schafft er einen Ballon, der sich in einem rechteckigen Raum zu einer übergrossen Kugel aufbläst, sodass für den Besucher kein Platz mehr ist. [Platons Raumtheorie]

Ein Siebeneck bildet die Grundform für einen Trichter, oder besser: für ein Schallrohr. Inspiriert zu diesem Objekt haben den Künstler mehrere Begebenheiten. Einerseits der Trichter in der Schattenburg, der benutzt wurde, um die Weinbauern des Ardetzenbergs vor drohendem Hagel zu warnen. Andererseits die Appenzeller Bauern, die mit ihrem durch einen Trichter gesungenen Alpsegen sich von ihrem gleichnamigen aber protestantischen Kantonsteil absetzten wollten. Ist ja Zwingli einer der im Appenzell geboren ist und der es verstanden hat, eine Grenze zu ziehen, die wesentlich für das Raum- und das Selbstverständnis der Bevölkerung wurde.

„Empört Euch, der Himmel ist blau“ – so dichtete paradox der Schriftsteller Alfred Andersch. Die Farbe Blau hat es Oliver Bischof in ganz besonderer Weise angetan. Nicht nur, dass mittels blauer Beleuchtung die Fixer an den Bahnhöfen ihre Venen nicht finden. Auch die Majas haben ihre Opfer blau angemalt als besonderes Merkmal und Auszeichnung. Der dritte Raum der „Interventionen“ ermöglicht das Eintauchen in die Farbe Blau. Dass dies alles andere als ein „heimeliges“ Gefühl evoziert, liegt ganz in der Absicht des Künstlers.

Das Eckzimmer der Roten Villa wurde ursprünglich als Frühstücksraum benützt. Angeblich war der Raum offen. Oliver Bischof vereinnahmt dieses Zimmer, indem er es zu seinem privaten Raum macht. Herbstliches Laub von Birkenblättern findet sich in eine Ecke geweht, eine alte, quasi vergessene Tapete steht symbolisch für die Jugenderinnerungen. Für die Besucher gibt es erstmals Sitzgelegenheiten. Mit dem Ausruhen wird es aber nichts. Der Betrachter stört. Im intimen Raum der Erinnerungen ist er nicht ein Fremdkörper.

Das kleinste Zimmer im Norden der Villa ist den skulpturalen Bildern gewidmet. Bilder schaffen einen Raum und sind Fenster. Es sind Bild-Ersatz-Objekte, monochrom auf Rigips aufgetragen. Als solche erfüllen sie zwei Funktionen: es sind die einzigen Objekte der Ausstellung, die verkaufbar sind und die damit den wirtschaftlichen Produktions- und Distributionsbedingungen des Kunstmarkts entsprechen. Ihre eigentliche Funktion ist es, den Raum, den das Bild macht, zu zeigen und damit eine Skulptur in den Augen des Betrachtes entstehen zu lassen. Der Künstler holt damit den Betrachter als Bildner seiner Kunst in sein Werk hinein. Ein hinterfragenswürdiges „Willkommen“ bei der Ausstellung „Interventionen“ sei allen Kunstbeflissenen als Leseanleitung mit auf den Weg gegeben.

„Stele“ 2011

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Skulpturenfuehrer Gmunden

 

STELE

Die dreiteilige Stahl-Stele rangt, einem spießenden Sproß gleich, in den Himmel. Die einzelnen abstrakten Segmente der Stele bilden als Gesamtheit ein organisches Lebenszeichen.
Die Arbeit ist Teil einer Serie von Skulpturen, in der vom Oliver Bischof die Grenzen zwischen anorganischer und organischer Substanz untersucht werden.

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50x50x100 cm

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Präsentation auf der
art bodensee 2013,
Dornbirn (A).

 

ALZATI

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„Vox“ 2010

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Schloss Montfort Tettnang (D)

14. Aug. bis 14.Nov. 2010

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Aufstellung im Innenhof des Neuen Schlosses, Tettnang (D)

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Einladungskarte

 

 

VOX

Vox

[…]Hinter dem Kunstwerk steckt ein Schalltrichter, der von den Montfortern zur Signalisierung verwendet wurde. Oliver Bischof stellt sein Werk dem Betrachter als Sprachrohr für sprachlos-machende Umstände zur Verfügung. […]

(Alexander Mayer; Schäbische Zeitung vom 1. Okt. 2010)

 

 

„Brücke“ 2009

Brücke 2009

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Presse:  VN 05062009

 

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Brücke


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„Fade out time.“

Präsentation auf der

art bodensee 2005,

Dornbirn (A).

 


 

Tage 2003

 

 

 

 

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„Wart mol schneal.“

Über die Dimension Zeit im Material Holz.

Innerhalb von 4 Arbeitstagen entstand ein aus vier gleichen Segmenten zusammengesetztes vom Faktor Zeit geformtes Unding. Die inneren Jahresringe, eines 150 jährigen Holzstammes, wurden mit Hammer und Meisel pro Tag an je einem Teil herausgearbeitet. Die entstandenen gleichen Segmente werden entsprechend der Holzfaser neu zusammengefügt. So entstand eine Form, die nicht vom Künstler, sondern vom Holz definiert wurde.

 

 

„Teredo Navalis“ 2005

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Es ist kein Wurm drin

Einzelausstellung
in der Villa Claudia,
Feldkirch (A)

19.Nov. bis 18.Dez. 2005

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TEREDO NAVALIS

Oliver Bischof zeigt seine Installation
„Teredo Navalis“ in der Villa Claudia.

Er wird ca. 20 cm lang, hat sich an römischen Galeeren, an Columbus‘ Flotte und an hölzernen Deichtoren im Holland des 18. Jahrhunderts zu schaffen gemacht. Die Rede ist vom so genannten Schiffsbohrwurm, wissenschaftlich Teredo navalis. Ihm widmet Oliver Bischof, Objektkünstler und Mitglied von “ Kunst.Vorarlberg“ , seine erste Einzelausstellung.

Attacke

Dafür schleust er den gefräßigen Wurm, der eigentlich eine Muschel ist und sich explosionsartig zu vermehren imstande ist, in die Villa Claudia ein. Dort ist das tatsächliche, biologische Dasein des Wurmes auf einigen kleinen Tafeln festgehalten, was nicht viel mehr als einen wissenschaftlich-dokumentarischen Appendix bedeutet. Denn im Zentrum steht eine Intervention, eine Art hölzernes Gerüst, zusammengesetzt aus leicht variierenden Vierkant-Modulen, das sich wurmgleich und untermalt von einer Klanginstallation durch die Räume windet. Als Attacke auf die Architektur, auf den Kunstbetrieb im übertragenen Sinn, möchte Oliver Bischof diesen vor Ort und für den Ort geschaffenen Eingriff gerne verstanden wissen.

Zerstörerisch

Das kommt eigentlich auch so herüber, wenngleich das kritische Moment und das zerstörerische Potential nicht voll ausgeschöpft scheinen. Der “ Schädling“ durchbohrt zwar Räume und beißt sich in die Wände, doch alles auf eine sehr cleane Art und Weise. Die Präsentation, die sich klugerweise mit einem Thema über mehrere Räume erstreckt, ist dennoch gelungen. Großzügigkeit statt kleinteiliger Erbsenzählerei sorgt dafür, dass sich die Intervention nicht nur durch die Architektur frisst, sondern auch in den Kopf des Betrachters.

ARIANE GRABHER in VN vom 18. 11.2005

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Einladungskarte
Eröffungsrede Günter Polanec
Inspiration: SDN-Magazin